LSG Bottenhorn e.V.

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Exkursion zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

dlr_windkanalExkursion zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Die HiBo (Hirzenhain/Bottenhorn) Ausbildungsgemeinschaft hat mit 21 Segelflieger/innen einen Ausflug in das DLR School-Lab nach Göttingen unternommen.



Flugschüler lernen für die Praxis 

Die HiBo (Hirzenhain/Bottenhorn) Ausbildungsgemeinschaft hat mit 21 Segelflieger/innen einen Ausflug in das DLR School-Lab nach Göttingen unternommen. Die Hirzenhainer und Bottenhorner mussten am Freitag, den 4 März, sehr früh aufstehen, um pünktlich gegen 10 Uhr in Göttingen zu sein. Die Besichtigung wurde im Systemhaus Technik begonnen, wo man zuerst im Konstruktionsbüro  eine 3D Powerwall und in der Werkstatt den Modellbau mit einer Lasercusinanlage bestaunen konnte. Als nächstes ging es zur Besichtigung des Hochenthalpiekanals (HEG) im Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik. Eine der Gruppen hatte das Glück und konnte einen HEG-Schuss mitverfolgen. Es wurde der Wiedereintritt eines Raumgleiters in die Atmosphäre getestet. Bei dem Versuch entstehen kurzzeitig (0,5 bis 0,65 Sekunden) Temperaturen zwischen 5.000 bis 10.000 Grad und die Stoßwelle trifft den Raumgleiter mit Mach 10, wobei von außen nur ein extrem heller Blitz zu sehen war.
 

Im School-Lab angekommen gab es zunächst noch mal eine allgemeine Einführung in das DLR und anschließend durften die Gruppen selbst einige Experimente durchführen. In der Station 1 wurden die wesentlichen Unterschiede des Windkanals Göttinger Bauart und des Eifell-Kanals erläutert. Nachdem die Gruppe selbst einen modularen Windkanal zusammengebaut hatte, durfte sie selbst testen, d.h. kleine Modellautos, Flügelprofile und Flugzeuge wurden in den weißen Rauchschwaden beobachtet.

In der Station 2 konnte ein Seifenfilmkanal bestaunt werden, wo Flügelprofile von der Seifenlauge umströmt wurden. Die lokalen Geschwindigkeitsänderungen bewirkten eine Veränderung der Filmdicke, welche die Druckunterschiede an einem Profil sichtbar macht. Ein hoher Druck wird durch rotes Licht und ein niedriger Druck durch blaues Licht sichtbar. Sogar der Umschlagspunkt war am Flügelprofil erkennbar.

An der Station 3 wurden Flatterversuche an einem Tragflügel durchgeführt. Bei niedriger Windgeschwindigkeit war am Modell zuerst kein Flattern zu sehen, weil das Material die Bewegungen gedämpft hatte. Doch bei Überschreitung einer bestimmten Geschwindigkeit war es plötzlich ohne Vorwarnung aufgetreten und die Luftströmung heizte die ungesunde Bewegung weiter an. In der Realität ist Flattern sehr gefährlich, weil die Bauteile sehr schnell an das Ende ihrer Kräfte kommen.

An der Station 4 wurden die Kräfte am Flugzeug gemessen, d.h. Auftriebs- und Widerstandskräfte in Abhängigkeit vom Anstellwinkel eines Segelflugmodells. Am Ende des Tages wurde noch die DO 728 besichtigt, welche zur Kabinenklimaforschung verwendet wird, um zukünftigen Flugpassagieren das Fliegen so angenehm wie möglich zu machen. Der Ausflug zum DLR School-Lab nach Göttingen war hoch interessant und die Segelflieger/innen waren alle begeistert. Wo sonst kann man Wissenschaft so hautnah erleben und selbst Experimente durchführen.

Weitere Bilder zu dieser Exkursion sind der Fotogalerie zu finden.
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