Streckenfluglehrgang am Osterwochenende

Am Osterwochenende haben 11 Piloten(innen) der Luftsportgemeinschaft Bottenhorn e.V. ein Streckenflugtraining durchgeführt. An vier möglichen Flugtagen wurden 17 große und kleine Streckenflüge durchgeführt, die Piloten waren während des gesamten Osterwochenendes 55 Stunden in der Luft und haben 3.600 km im Segelflug zurückgelegt.
Piloten waren 55 Stunden in der Luft und flogen insgesamt 3.600 km
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Am Osterwochenende haben 11 Piloten(innen) der Luftsportgemeinschaft Bottenhorn e.V. ein Streckenflugtraining im Segelflug durchgeführt. Das Wetter war erstklassig und an vier möglichen Flugtagen wurden 17 große und kleine Streckenflüge durchgeführt. Die Piloten der LSG waren während des gesamten Osterwochenendes 55 Stunden in der Luft und haben 3.600 km im Segelflug, nur mit Sonnenenergie, zurückgelegt.
Beim morgendlichen Wetterbriefing wurde die aktuelle Wettersituation besprochen, um eine geeignete Tagesaufgabe zu finden. Die ungewöhnlich gute Thermik über die Osterfeiertage erlaubte nicht selten Flughöhen von bis zu 2.800m NN und ermöglichte gleichzeitig den Piloten auch größere Strecken zu planen. Die im Briefing festgelegten Strecken lagen zwischen 250 und 430 km. Das Ziel der Piloten war dabei immer diese Strecken (Dreiecke) möglichst schnell abzufliegen und wieder sicher auf dem Flugplatz in Bottenhorn zu landen. Dabei hatten einige Piloten abends Strecken von über 430 km in ihrem Flugbuch stehen.Die größten Strecken wurden am Karfreitag mit den drei Hochleistung-Segelflugzeugen der LSG geflogen.
Gestartet wurde gegen Mittag im Windenstart, mit einer Ausklinkhöhe von ca. 350m. Anschließend kreisen die Piloten in thermischen Aufwinden um mehr Höhe zu erreichen um dann zum Streckenflug starten zu können. In einer Höhe von ca. 1500m NN ging es von Bottenhorn aus in Richtung des Flugplatzes Werdohl-Küntrop, welcher als erster Wendepunkt hinter dem Biggesee lag. Der zweite Wendepunkt war der Flugplatz Höxter-Holzminden, hier verlief die Flugstrecke genau zwischen Brilon und Paderborn quer durch das Sauerland. Im Sauerland konnten bei guter Wolkenthermik Höhen bis zu 2800m NN erreicht werden. Die gewonnene Höhe wurde in Spitzengeschwindigkeiten bis 180 km/h in Streckenkilometer umgesetzt. So konnte der zweite Wendepunkt ziemlich schnell erreicht werden. Der dritte Wendepunkt war die Wasserkuppe, d.h. von Höxter flog man links an Kassel vorbei und überquerte den Kaufunger Wald ebenfalls mit guter Wolkenthermik. In der Nähe von Bad Hersfeld wurde es allerdings etwas schwieriger, da es keine Wolken mehr gab und sich die Piloten mit Blauthermik begnügen mussten. Durch die fehlenden Wolken konnten die Aufwindfelder nicht mehr gezielt angeflogen werden und die Segelflugzeuge mussten ziemlich lange gleiten, bis die Wolken kurz vor der Wasserkuppe wieder erreicht wurden. Nach Umrundung des dritten Wendepunktes sah die weitere Flugstrecke in Richtung Vogelsberg eigentlich gut aus, da aber gegen Abend die Thermik nachlässt, fehlte den Piloten am Ende nur ein rettender Aufwind um nach Bottenhorn zurück fliegen können. Durch die fehlende Thermik mussten zwei Segelflugzeuge nach 430km auf den Flugplätzen Amöneburg und Gießen-Lützelinden landen. Allerdings war das nur ein kleiner Zwischenstopp, weil die Segelflugzeuge mit Hilfe von Motorflugzeugen nach Bottenhorn zurück geschleppt wurden. Gegen 19 Uhr waren alle fünf Piloten(innen) wieder zurück am Flugplatz in Bottenhorn.
Im Pilotenkreis wurden die Flüge am Abend noch besprochen und ausgewertet unter www.onlinecontest.org im Internet hochgeladen. Der Online-Contest ist eine Plattform für Streckenflieger, wo weltweit alle Segelflieger ihre Flüge einstellen können um sich dort mit anderen Segelfliegern zu messen. Mit den erfolgreichen Flügen vom Osterwochenende befinden sich die Bottenhorner Segelflieger zurzeit unter den besten 20 Vereinen in Hessen.
Ein toller Erfolg für alle Beteiligten, der trotz der anstrengenden täglichen Flüge von 4-6 Flugstunden für anhaltend gute Laune sorgte und das ursprünglich angestrebte Trainingsziel bei Weitem übertroffen hatte.








