Sieg bei den 9. Marburg Open
Das "DY"- Team Matthias & Karl-Heinz Fuchs gewinnen bei den Marburg Open
Wir gratulierne den Gewinnern der 9. Marburg Open
Der achte Wertungstag wurde im 10:00 Uhr Briefing sehr schnell neutralisiert, weil immer wieder Schauer unterwegs waren und der starke Südwestwind mit 45 km/h kaum nutzbare Thermik ermöglichte. Die Segelflugzeuge haben wir direkt nach dem Briefing nach Bottenhorn verfrachtet, d.h. die "DY" wurde abgebaut und gefahren und "XY" nach Bottenhorn zurück geschleppt. Der Rückschlepp war sehr interessant, weil in der Bodennahenschicht durch den starken Wind sehr bockig und unruhig. Für die letzten 12 km waren noch 900 m über Boho notwendig, um in 200 m in der Platzrunde einkreisen zu können.
Am Abend begann gegen 19:00 Uhr die Abschlußfeier und Siegerehrungen der einzlnen Klassen. In der Doppelsitzerklasse ging der erste Platz an Matthias Fuchs und Karl-Heinz Fuchs auf Duo Discus "DY" aus Bottenhorn, der zweite Platz an Gerhard Hermann und Achim Bieber auf Arcus "DD" aus Hirzenhain und der dritte Platz an Dietrick Klenk und Burkhard Stenschko auf Duo Discus "RW" aus Breitscheid. Das zweite Team aus Bottenhorn mit Björn Köhnke und Jan Köhnke auf Duo Discus XT "XY" landete auf dem 13 Platz von 14 Teilnehmern in der Doppelsitzerklasse.
Die ersten drei jeder Klasse haben eine sehr wertvolle Uhr von
Zeitflügel erhalten, welcher diese für die Marburg Open gesponsert hat. In der DoSi Klasse müssen sich die Teams die Uhr teilen und man hat sich schon Gedanken über einen Uhrenbelegungsplan gemacht. Der beste Vorschlag war allerdings bei den 10. Marburg Open die zweite Uhr abzuholen.
Die 9. Marburg Open mit vier Wertungstagen waren sehr spannend, weil die Tagesaufgaben immer sehr anspruchsvoll waren, aber machbar. In den vier Tagen haben die 70 Segelflugzeuge ca. 65.000 km zurück gelegt und bei den zahlreichen Außenlandungen gab es keine Probleme. Eine sehr gelungener Wettbewerb mit viel Spaßfaktor und dafür noch mal herzlichen Dank an den Sportleiter Werner Meuser und Wettbewerbsleiter Tobias Frommhold.
Autor JFK
7. Wertungstag
"DY" fliegt zum Tagessieg und übernimmt den 1. Platz in der Gesamtwertung
Die Tagesaufgabe für die DoSi- Klasse ging heute von Marburg aus nach Schloss Weilburg - Bad Salzungen - Bad Wildungen Au und zurück nach Marburg (308 km).
Nach dem Abflug folgte "XY" eine schöne Wolkenstraße bis fast kurz vor Weilburg. Gegenüber Kurs ein kleiner Umweg, aber zu diesem Zeitpunkt noch kein Nachteil. Den ersten Abschnitt flog "DY" hingegen fast Kurs und war genauso schnell. Nach der ersten Wende gab es mal wieder eine flugtaktische Entscheidung, weil die Wolken auf Kurs nicht besonders gut aussahen und von Westen die ersten hohen Cirren die Thermikentwicklung störten. Hier entschied sich "XY" den Kurs nach links 30° zu verlassen, um einer scheinbar besseren Wolkenstruktur zu folgen. Allerdings hat es nicht geholfen und der Flug von "XY" war fast am Dünsberg beendet.
Hier hatte "DY" wiedermal den direkten Weg genommen und in Höhe von Gießen ebenfalls wieder Thermikanschluss gefunden. Dadurch natürlich viel schneller unterwegs, weil der nachfolgende Abschnitt wieder einigermaßen funktionierte und somit die Flucht nach vorne und weniger Probleme mit den inzwischen aufziehenden mittelhohen Wolkenfeldern.
Die Wolkenfelder machten "XY" ganz schön zu schaffen und erst ab Rimberg TV konnten wir wieder einigermaßen auf Kurs fliegen. Kurz vor Bad Salzungen schafften wir es auch mal wieder auf 2000 MSL zu steigen, da war "DY" schon kurz vor der letzten Wende in Bad Wildungen. Nach unsere Wende in Bad Salzungen sahen wir im Westen nur noch Dunkelheit und uns war klar jetzt oben dran bleiben. In Bad Hersfeld konnten wir noch mal auf 1800 MSL steigen, während dessen meldete sich "DY" bereits im Endanflug und wir hatten noch 90 km zu fliegen.
Anschließend haben wir noch mal einen Haken nach Rimberg TV geschlagen und konnten noch mal auf 1800 MSL steigen. Dort hatten wir kurzzeitig -200 Meter auf Marburg, aber beim Anfliegen der letzten Wende summierte es sich auf -550 Meter. Von dort waren es nur noch 33 km nach Marburg, aber der Kellerwald dazwischen und deshalb haben wir kurz vor dem Hohen Lohr den Turbo gezündet und sind nach Marburg getuckert.
In Marburg angekommen haben uns die Tagessieger Matthias und Karl-Heinz empfangen und wir haben erfahren, dass das Arcus-Team "DD" ca. 5 km vor dem Platz den Turbo zünden musste. Damit war "DD" aus der Geschwindigkeitswertung und "DY" kassierte Heute die 1000 Punkte und steht aktuell in der Gesamtwertung auf Platz 1.
Autor- JFK
6. Wertungstag
Schauer und Böen bis 80 km/h - an fliegen ist nicht zu denken
Wie erwartet wurde der heutige Tag im 10:00 Uhr Briefing neutralisiert. Im Westen steht schon die Kaltfront mit Gewittern, Starkschauern und Böen bis 80 km/h. Diese Gewitterlinie wird uns vermutlich am Nachmittag treffen. In den letzten Tagen hat uns Werner Meuser (Wettbewerbsleiter & Segelflugweltmeister) beim Briefing die vier Grundregeln für einen Wettbewerb erläutert.
1. Der Wettbewerb wird nicht am ersten Tag gewonnen.
2. Das Saufen hört am Erdboden auf.
3. Wo man hingucken kann, da kann man auch hinfliegen.
4. Der Wind kann nicht durch den Berg blasen.
Ein paar Weisheiten sind dabei, aber mache Dinge sind einfacher gesagt als getan. Für den Freitag erwarten wir das Rückseitenwetter der Kaltfront und die TOPTHERM Prognose sieht schon ganz gut aus. Ab jetzt gibt es erstmal Zeltwache, weil bei Böen bis zu 80 km/h könnte es evtl. abheben.
Autor- JFK
5. Wertungstag
Wetterfenster zu klein für einen weiteren Wertungstag
Am Vormittag waren wir noch zuversichtlich zu fliegen und die Tagesaufgabe sollte von Marburg nach Weilburg Schloss - Plaetzer Huenfeld - Haina Hohes Lohr und zurück nach Marburg gehen (248,7 km). Allerdings nahm die mittlere und hohe Schichtbewölkung von Südwesten kommend immer mehr zu und die ersten Schauer stehen schon am Rhein.
Es wird zwar noch einige Lücken geben, wo man kurzeitig thermisch Fliegen kann, aber kein Wetter für eine Tagesaufgabe. Vor allem wird es bei dieser subtrophischen Schwüle noch Gewitter geben und von Westen nähert sich die nächste Kaltfront. Das Tief dreht sich gerade bilderbuchmäßig über Island ein (siehe Bild) und wird uns vermutlich Morgen beschäftigen.
Wegen der zu erwartenden Unwetter haben wir beide Duo's abgebaut und in den Anhängern verstaut. Vielen Dank an die Marburger, welche uns für DY ihren Anhänger zur Verfügung gestellt haben.
Wir haben bis jetzt 21 Stunden geflogen und 1.398 km zurückgelegt. Im Moment liegt die DY mit Matthias und Karl-Heinz liegen auf dem zweiten Platz und XY mit Björn und Jan liegt auf dem 14 Platz. Wir haben mit XY aktuell die rote Laterne, aber der nächste liegt nur 60 Punkte entfernt. Attacke...
Autor- JFK
4. Wertungstag
später Start und knifflige Wetterbedingungen
Am 4 Wertungstag wurden die DoSi's von Marburg aus nach Dornburg Frickenhoffen Bf (Nähe Limburg) - Rimberg TV - Haina Hohes Lohr und wieder zurück nach Marburg geschickt (236,6 km/h). Das Wetter wurde gegen Mittag sehr gut und die Freigabe für den Abflug erfolgte für die DoSi- Klasse gegen ca. 14:25 Uhr. Die ersten Kilometer waren sehr gut, aber eine hohe Schichtbewölkung aus Westen ließ die Thermik auf dem Westerwald schwächer werden. Beim Abflug hatten wir noch 3,0 m/s und in der Nähe von Limburg war man schon mit 1,0 m/s zufrieden.
Nach der ersten Wende wurde es erst kurz vor Wetzlar wieder besser und die Wolken lieferten wieder mit 2,0 m/s. Die weiteren Kilometer verliefen zuerst gut, aber je näher wir dem zweiten Wendepunkt kamen desto breiter die Wolken und größer die Lücken. Hier war etwas Vorsicht ratsam und wir kurbelten so hoch es ging. Nach der Wende Rimberg TV mussten wir nur noch zum 40 km entfernten Hohes Lohr, welches sich als die schwierigste Herausforderung des gesamten Fluges herausstellte. Hier trennte sich mal wieder der Spreu vom Weizen und die meisten Flugzeuge hatten nicht genug Höhe um sicher auf die nächste Sonnenseite der Wolken durchgleiten zu können, um die letzten Höhenmeter für die letzte Wende zu machen. Ein paar Doppelsitzer landeten in Ziegenhain und nur vier schafften den Anschluss unter der nächsten Wolke.
Wir hatten eigentlich die Höhe, um direkt einen Versuch wagen zu können, aber wir folgten den langsam absaufenden DoSi's. Irgendwann flogen wir doch weiter und wollten den Anschluss wagen, aber auf den letzten Metern entschieden wir uns den Turbo zu starten. Nach dem der Motor richtig lief sind wir direkt in den erhofften Bart gefallen, grrr.
Diese kritische Stelle meisterten Heute nur vier DoSi's, unteranderem auch Matthias und Karl-Heinz, wodurch sie dem Arcus - Team aus Hirzenhain dicht auf den Fersen bleiben werden.
Autor- JFK
Dritter Wertungstag
durchziehende Warmfront verhindert weiteren Wertungstag
Das Streckenflugwetter am dritten Tag war nicht das Beste, weil eine durchziehende Warmfront nur eingeschränkte Thermik zwischen den Wolkenfeldern produzierte und die Basis sehr niedrig war. Aus diesem Grund hat die Wettbewerbsleitung diesen Tag neutralisiert.
Der Tag wurde zur Optimierung genutzt, d.h. die Duo´s wieder startklar machen für den nächsten Wertungstag. Darüber hinaus haben wir uns mit dem Wasserballast im Flügel- und Hecktank beschäftigt, weil an den letzten beiden Tagen hat man deutlich bemerkt, dass die Flugzeuge mit höherer Flächenbelastung (z.B. Arcus & Duo XLT) auch eine höhere Schnittgeschwindigkeit geflogen sind. Hier haben wir noch Optimierungsmöglichkeiten entdeckt, welche wir beim nächsten Geschwindigkeitsrennen testen werden.
Am Nachmittag hatte das Team Boho Besuch von Schöni und der Hunger trieb uns auf das Marburger Schloss, wo wir leckeren Flammkuchen gegessen haben.
Autor- JFK
Zweiter Wertungstag
"DY" belegt 2. Tagesplatz
"XY" belegt 7. Tagesplatz
Am zweiten Wertungstag waren wir schon viel besser eingespielt und die Segelflugzeuge standen schon vor dem 10:00 Uhr Briefing am Start. Beim ersten Briefing war die Tagsaufgabe noch 350 km groß, aber das Wetter war am Vormittag etwas breitgelaufen wodurch die Tagesaufgabe für alle Klassen verkleinert wurde. Für die DoSi-Klasse ging es heute von Marburg aus zuerst nach Bottenhorn, anschließend nach Mengeringhausen - Bebra Bf - Haina Hohes Lohr und zurück nach Marburg (246,7 km).
Die Schleppmaschine für "XY" war Heute nicht der Renner, diese war zwar schnell und hat uns mit 150 km/h über Loch 18 gezogen, aber dafür war das Steigen bis auf 600 m eher mäßig. Hinzu kam noch, dass der Schlepppilot uns durch 3 m/s Bärte gezogen hatte, aber anschließend auf der Schattenseite der breitgelaufenen Wolke in 600 m aus dem Haken ließ. Für "XY" war dies kein großes Problem, weil wir direkt unseren Motortest zur Sonnenseite durchgeführt hatten und dort in einem 2,5 m/s Bart sehr schnell auf Basishöhe vor dem Abflug steigen konnten. Für "DY" war es etwas problematischer, weil es ohne Motor beim Vorfliegen zur Sonnenseite nach unten ging und der Einstieg in den ersten richtigen schwachen Bart gelang erst in 250 m über Grund. Dies war ärgerlich, weil wenig später die Abfluglinie geöffnet wurde.
Allerdings war es rückblickend kein Nachteil, da "DY" die 246,7 km mit einer Geschwindigkeit von 100, 24 km/h absolvierte und wieder den zweiten Tagesplatz hinter dem Hirzenhainer Arcus erreichten. Für "XY" war es heute deutlich besser, da die Aufgabe mit 91,57 km/h erfüllt wurde und wir den siebten Tagesplatz erreichten.
Ein sehr schöner Tag, am Ende hatten wir noch Besuch von Axel und Alexander mit der Dynamic, welche uns beim Würstchen essen unterstützen.
Autor- JFK
Erster Wertungstag
"DY" belegt 2. Tagesplatz
"XY" belegt 13. Tagesplatz
Der erste Wertungstag begann am Morgen mit ein paar Regenschauern, aber das Wetter wurde besser als gedacht. Die ersten Flugzeuge wurden noch bei leichten Regenschauern aufgebaut, bevor beim Briefing gegen 10:00 Uhr die Aufgaben bekannt gegeben wurden.
Für die DoSi-Klasse ging es heute von Marburg aus nach Dierdorf-Wienau - Bad Berleburg Bahnhof - Bad Wildungen und zurück nach Marburg (250,1 km). Vor dem Start hatten wir einige technische Probleme, d.h. die Aufgaben im LX und Colibri richtige einzugeben, aber dank Björn wurde das Problem behoben.
Gegen 12:30 wurde die ersten Segelflugzeuge herausgeschleppt und die DoSi-Klasse war dann ca. 13:20 dran. Nach dem letzten DoSi-Schlepp wurde das Abflugfenster 20 Minuten später geöffnet (14:15). Wir hatten uns allerdings entschieden noch etwas zu warten, weil das bessere Wetter aus Westen entgegen kam, aber gegen 14:38 flogen DY und XY ebenfalls ab. Der ersten Kilometer flogen DY und XY im Team zusammen und es gab eigentlich keine größeren Probleme. Ab Herborn hatte DY einen kleinen Höhenvorsprung und flog voraus, aber XY war dicht dahinter. Der kleine Vorsprung reichte aus, um im nächsten Bart das bessere Steigen von 3,0 m/s noch mitnehmen zu können, wo XY am unteren Ende nicht mehr ganz so gutes Steigen hatte.
Verwöhnt von den guten Bärten vorher hatte ich die 2,0 m/s steigen stehen gelassen, trotz Einwand von Björn, um DY weiter zu folgen. Allerdings war dies eine taktische Fehlentscheidung, weil es die letzten 25 km vor Dierdorf-Wienau nichts mehr gab und der evtl. rettende 1 m/s Bart wurde ebenfalls stehen gelassen. Für XY endete der Flug auf dem Flugplatz Dierdorf-Wienau, ein F-Schlepp war schnell organisiert und wir flogen zurück nach Marburg.
Für Matthias und Karl-Heinz war es ein erfolgreicher Wertungstag, weil mit einer Geschwindigkeit von 96,71 km/h erreichten Sie den zweiten Tagesplatz in der DoSi-Klasse. Auf dem ersten Platz liegt zurzeit unser Nachbarverein Hi-Hai mit dem Arcus T. Nun, ein sehr lehrreicher Tag, aber sehr erlebnisreich und spannend.
Autor- JFK
LSG Piloten bei den 9. Marburg Open
Mit dem Eröffnungsbriefing wurde die 9. Marburg Open vom Wettbewerbsleiter Tobias Frommhold und Sportleiter Werner Meuser gegen 20:00 Uhr eröffnet. Am Wettbewerb werden 68 Segelflugzeuge mit ca. 80 Piloten(innen) teilnehmen. Während dem Briefing wurden die einzelnen Teilnehmer vorgestellt und für Bottenhorn werden am ersten Wertungstag "DY" mit Matthias Fuchs & Karl-Heinz Fuchs und "XY" mit Björn Köhnke und Jan Köhnke an den Start gehen. Die DY wurde am Abend noch von Matthias mit Hilfe von Willi nach Marburg geschleppt und steht jetzt gesichert neben dem Rollfeld, wo bereits weitere 10 Segelflugzeuge aufgebaut stehen. Die XY schlummert noch im Anhänger und wird erst Morgen aufgebaut werden.
Vor dem Eröffnungsbriefing hatten wir noch Besuch von Siegfried und Leo, welche mit der Dynamic vorbei schauten und uns beim Abendessen in der Kantine bei Pfeffersteak und Jägerschnitzel unterstützen.
Das Wetter in den nächsten zwei Tagen soll ganz brauchbar werden, mal schauen wie wir uns schlagen.
Autor- JFK